Vorbeugende Instandhaltung: Leitfaden und Tipps

Ob in der Fertigungsindustrie, bei Fahrzeugflotten, der Wartung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge oder in der Gebäudetechnik – vorbeugende Instandhaltung spielt eine zentrale Rolle. Durch geplante Inspektionen und Wartungsarbeiten soll sichergestellt werden, dass Anlagen und Systeme störungsfrei laufen und Ausfälle vermieden werden.

Aber die Umsetzung eines Programms zur vorbeugenden Instandhaltung ist gar nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. In diesem Leitfaden erfährst du, welche Stolperfallen es zu vermeiden gilt und vorbeugende Instandhaltung implementieren und effektiv nutzen kannst.

Was ist vorbeugende Instandhaltung? 

Ziel der vorbeugenden Instandhaltung ist es, die Lebensdauer und Funktionsfähigkeit von Anlagen, Maschinen und Equipment zu erhalten. Durch gezielte Instandhaltungsmaßnahmen wie Inspektionen, Wartungen und Verbesserungen wird versucht, eine übermäßige Wertminderung oder einen vorzeitigen Ausfall zu verhindern.

Das Konzept umfasst verschiedene Tätigkeiten wie Einstellung, Reinigung, Schmierung, Reparatur und Austausch von Verschleißteilen. Abhängig von den spezifischen Anforderungen einer Anlage kann der Umfang der erforderlichen Instandhaltungsarbeiten stark variieren. Ein üblicher Ansatz ist ein zeit- und kalenderbasierter Wartungsplan, der für die meisten Unternehmen einen soliden Ausgangspunkt darstellt.

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Wann brauche ich vorbeugende Instandhaltung?

Wann vorbeugende Instandhaltung sinnvoll ist, lässt sich am besten anhand verschiedener Beispiele aus der Praxis aufzeigen. Schauen wir uns drei konkrete Situationen an:

🔴 Vorbeugende Instandhaltung nicht notwendig: Glühlampenwechsel 

Nehmen wir als Beispiel einen regelmäßigen Austausch von Glühbirnen in einer Werkstatt. Obwohl Glühbirnen relativ häufig ausfallen, stellt dies bei mehreren Leuchten kein großes Problem dar. Daher wird sich der jährliche Austausch aller Leuchtmittel, unabhängig von ihrem tatsächlichen Zustand, als unverhältnismäßig teuer erweisen. In diesem Fall ist es effizienter, nur die defekten Lampen bei Bedarf auszutauschen, anstatt routinemäßig eine vorbeugende Instandhaltung durchzuführen.

🟡 Vorbeugende Instandhaltung situationsabhängig: Wechsel von Filtern an einer Klimaanlage

Im Fall von HVAC-Systemen (Heizung, Lüftung, Klimatisierung) geht es weniger um die Notwendigkeit als vielmehr um die Häufigkeit der vorbeugenden Instandhaltung. Ein verstopfter Filter verringert zwar die Effizienz des Systems, führt aber nicht zwangsläufig zu einem Ausfall. Entscheidend ist eine sorgfältige Kosten-Nutzen-Abwägung, ob die Wartung z.B. alle vier, sechs oder acht Monate durchgeführt werden sollte. Während eine lange Wartezeit bis zum Austausch eines Teils kostspielig sein kann, kann eine rechtzeitige vorbeugende Wartung kritische Ausfälle verhindern.

🟢 Vorbeugende Instandhaltung unerlässlich: Betriebskritische Maschinen

Anders verhält es sich bei kritischen Maschinen, deren Ausfall gravierende Folgen für die gesamte Produktion haben kann. Bei ständig laufenden Maschinen ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls hoch, weshalb regelmäßige Instandhaltungsmaßnahmen, wie das wöchentliche Schmieren von Ketten oder anderen beweglichen Teilen, unverzichtbar sind. Diese Maßnahmen helfen, Ausfallzeiten zu vermeiden und tragen zur Aufrechterhaltung eines störungsfreien Produktionsablaufs bei.

Wie plane ich eine vorbeugende Instandhaltung?

Eine sinnvolle Planung der vorbeugenden Instandhaltung ist das A und O für den störungsfreien Betrieb deiner Anlagen und Maschinen. Dabei stehen grundsätzlich zwei Ansätze zur Verfügung: die zeitbasierte und die nutzungsbasierte Instandhaltung.

Zeitbasierte Instandhaltung

Diese Methode orientiert sich an festen Zeitintervallen. Du legst zum Beispiel fest, dass bestimmte Anlagen halbjährlich oder jährlich gewartet werden. Vergleichbar ist dies mit dem regelmäßigen Ölwechsel bei einem Fahrzeug nach einem festgelegten Zeitraum. Die zeitabhängige Instandhaltung eignet sich besonders für Anlagen, bei denen der Verschleiß eher zeit- als nutzungsabhängig ist.

Nutzungsabhängige Instandhaltung

Im Gegensatz dazu orientiert sich die nutzungsabhängige Instandhaltung an der tatsächlichen Nutzung der Anlagen. Hier wird die Instandhaltung anhand von Nutzungsparametern wie z.B. den Betriebsstunden einer Maschine geplant. Ein Beispiel ist der Ölwechsel beim Auto nach einer bestimmten Kilometerleistung, unabhängig von der Zeit. Dieser Ansatz ist oft effizienter, da er den tatsächlichen Verschleiß berücksichtigt.

Vermeide eine “Überwartung”

Ein wichtiger Punkt bei der Planung ist das richtige Maß: Eine zu intensive Wartung kann paradoxerweise Probleme verursachen. Ein Beispiel hierfür ist übermäßige Schmierung aufgrund eines zu starren Wartungsplans, die andere Teile der Maschine beschädigen und zu Ausfällen führen kann.

Letztlich ist es wichtig, sowohl Zeitintervalle als auch die Nutzungsintensität in deine Planung einzubeziehen.

Vorteile von vorbeugender Instandhaltung

Vorbeugende Instandhaltung ist entscheidend für den reibungslosen Betrieb in vielen Bereichen – von der Produktion über die Fahrzeugwartung bis hin zur technischen Gebäudeausstattung. Sehen wir uns die Vorteile an:

Lebensdauer verlängern

Durch regelmäßige Wartungen und Inspektionen erhöhst du die Lebensdauer deiner Maschinen, Fahrzeuge und Anlagentechnik. Du verzögerst Neuanschaffungen und hältst die Leistungsfähigkeit deiner Anlagen auf hohem Niveau.

Sicherheit und Zuverlässigkeit erhöhen

Vorbeugende Instandhaltung verringert das Risiko von Ausfällen und Unfällen. Sie stellt die zuverlässige Leistung deiner Anlagen sicher und unterstützt dich bei der Einhaltung gesetzlicher Sicherheitsvorschriften.

Instandhaltungsplanung optimieren

Wenn du die vorbeugende Instandhaltung gut planst, setzt du Personal und Ersatzteile effizienter ein. So vermeidest du unnötige Stillstandszeiten und nutzt bestmöglich deine zur Verfügung stehenden Ressourcen.

Spare Kosten durch Vermeidung von Reparaturen

Durch regelmäßige Wartung und Inspektion kannst du Probleme frühzeitig erkennen. Das vermeidet teure Notfallreparaturen und spart langfristig Kosten.

Produktivität und Betriebsergebnis steigern

Weniger Ausfallzeiten bedeuten höhere Produktivität und Effizienz. Das verbessert nicht nur die Betriebsabläufe, sondern wirkt sich auch positiv auf das Betriebsergebnis aus.

Wie vorbeugende Instandhaltung die Sicherheit am Arbeitsplatz verbessert 

Vorbeugende Instandhaltung leistet einen entscheidenden Beitrag zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und geht weit über die Reduzierung von Ausfallzeiten hinaus. 

Maschinenfehler frühzeitig erkennen

Defekte an Maschinen und Anlagen wie verschlissene Riemen oder beschädigte Rollen können zu schweren Verletzungen führen. Genau hier setzt die vorbeugende Instandhaltung an: Wir erkennen und beheben diese Fehler, bevor es zu ernsthaften Problemen kommt. Durch regelmäßige Inspektionen und Wartungen sorgst du dafür, dass deine Maschinen immer in einwandfreiem Zustand sind und kein Risiko für dein Personal darstellen.

Gefährliche Situationen vermeiden

Es gibt nicht immer offensichtliche Gefahren, die von schlecht gewarteten Anlagen ausgehen. Beispielsweise können schlecht gewartete Lüftungsanlagen gefährliche Gasansammlungen verursachen. Die regelmäßige Wartung von HLK-Systemen ist unerlässlich, um solche Gefahren zu vermeiden. 

Risiken durch ungeplante Stillstände minimieren

Auch ungeplante Stillstände sind eine potentielle Gefahrenquelle. Eine defekte Anlage muss dann sicher abgeschaltet werden, um Reparaturen durchführen zu können. Mit Hilfe eines Lockout-Tagout-Verfahrens (LOTO) kann man sicherstellen, dass Anlagen zu Wartungszwecken ordnungsgemäß und sicher abgeschaltet sind. Jedoch verfügen nicht alle Unternehmen über geeignete LOTO-Verfahren, und in hektischen Produktionsumgebungen werden sie oft vernachlässigt. Vorbeugende Instandhaltung hilft dir dabei, solche Situationen zu vermeiden, indem Probleme behoben werden, bevor sie zu einer Notabschaltung der Anlage führen.

Wann sollte ich mit vorbeugender Instandhaltung starten?

Grundsätzlich ist ein schrittweises Vorgehen immer empfehlenswert, um dann kontinuierlich aus dem Prozess zu lernen und ihn zu verbessern. Vorbeugende Instandhaltung ist ein langfristiges Vorhaben, das nicht nur eine durchdachte Planung, sondern auch Ressourcen erfordert. Bevor du damit loslegst, solltest du einige wichtige Fragen im vorhinein klären: 

  1. Personelle Ressourcen: Verfügt dein Unternehmen über genügend qualifiziertes Personal, um regelmäßige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durchzuführen?
  1. Aus- und Weiterbildung: Bist du in der Lage, Schulungen anzubieten, um deine Mitarbeiter auf die Umstellung auf vorbeugende Instandhaltung vorzubereiten? Eine neue Vorgehensweise erfordert oft ein Umdenken und das Erlernen neuer Fähigkeiten, sowohl in praktischer Hinsicht als auch in der Verwaltung.
  1. Administrative Prozesse: Verfügt das Unternehmen über die notwendigen administrativen Strukturen, um vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen zu planen und zu terminieren? Eine effektive Planung und Koordination sind unerlässlich, um die Instandhaltung reibungslos in deine Betriebsabläufe zu integrieren.
  1. Fachkompetenz: Besitzt dein Team das notwendige Fachwissen, um präventive Instandhaltungsmaßnahmen angemessen zu definieren und umzusetzen? Dazu gehören das Verständnis der spezifischen Anforderungen jeder Maschine und Anlage sowie das Wissen über optimale Wartungsintervalle und -methoden.
  1. Budget und Ressourcen: Sind die finanziellen Mittel und Ressourcen vorhanden, um die Anfangskosten für die Einführung eines Programms zur vorbeugenden Instandhaltung zu decken? Die Investition mag zunächst hoch erscheinen, langfristig können jedoch Einsparungen und Effizienzsteigerungen erzielt werden.

Eine gründliche Bewertung dieser Fragen und entsprechende Prozesse legen den Grundstein für die erfolgreiche Einführung und langfristige Umsetzung eines Programms zur vorbeugenden Instandhaltung in deinem Unternehmen.

Beispiel für einen Plan zur vorbeugenden Instandhaltung

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, wie ein wirksamer Plan für die vorbeugende Instandhaltung einer Maschine aussehen kann. Angenommen, eine wichtige Produktionsmaschine kostet in der Anschaffung 100.000 Euro und verursacht bei 7.000 Betriebsstunden Wartungs- und Reparaturkosten in Höhe von 30.000 Euro. Mit einem gut durchdachten Instandhaltungsprogramm kannst du diese Kosten erheblich senken – laut KPMG in manchen Fällen sogar um bis zu 25 %.

Schritt-für-Schritt-Plan zur Einführung einer vorbeugenden Instandhaltung

1. Analyse und Auswahl der kritischen Anlagen:

Bevor du einen Wartungsplan erstellst, solltest du die Maschinen und Anlagen identifizieren, die am ehesten von vorbeugender Instandhaltung profitieren. Studien wie die von KPMG zeigen, dass bis zu 50 % der Ausgaben für die Erstellung eines vorbeugenden Instandhaltungsplans verschwendet werden können. Daher solltest du dich zunächst auf kritische Anlagen konzentrieren, bei denen Ausfälle durch vorbeugende Maßnahmen verhindert werden können.

2. Festlegung der Instandhaltungsmaßnahmen:

Für jede kritische Anlage müssen spezifische Instandhaltungsmaßnahmen festgelegt werden. Dies sollte unter Berücksichtigung der Herstellerangaben, der bisherigen Erfahrungen und der spezifischen Betriebsbedingungen erfolgen.

3. Planung und Terminierung:

Erstelle einen detaillierten Zeitplan für jede Instandhaltungsmaßnahme unter Berücksichtigung der Betriebszeiten, um die Beeinträchtigung des täglichen Betriebs zu minimieren.

4. Durchführung und Überwachung:

Führe die geplanten Instandhaltungsarbeiten durch und dokumentiere sorgfältig alle Maßnahmen und Ergebnisse. Überwache kontinuierlich den Zustand der Anlagen, um die Wirksamkeit des Instandhaltungsprogramms beurteilen zu können.

5. Bewertung und Anpassung:

Bewerte regelmäßig die Ergebnisse der vorbeugenden Instandhaltung und passe den Plan gegebenenfalls an. Damit stellst du sicher, dass dein Programm kontinuierlich verbessert wird und die Instandhaltungsmaßnahmen effektiv zur Vermeidung von Ausfällen beitragen.

Ein solcher Ansatz ermöglicht es dir, die Zuverlässigkeit der Anlagen zu erhöhen und die Gesamtbetriebskosten durch den gezielten Einsatz von Instandhaltungsmaßnahmen effektiv zu senken.

Wichtige Tipps zur vorbeugenden Instandhaltung

Unternehmensweites Engagement: Ein vorbeugendes Instandhaltungsprogramm erfordert das Engagement deines gesamten Unternehmens, vom Management bis zu den Instandhaltungstechniker*innen. Hier ist es wichtig, dass die erforderlichen Ressourcen, Instrumente und Verfahren zur Verfügung stehen und dass klare Verantwortlichkeiten für das vorbeugende Instandhaltungsprogramm festgelegt werden.

Erstelle Checklisten: Digitale Checklisten sind ein enorm wichtiger Bestandteil von vorbeugender Instandhaltung. Diese können auf den Empfehlungen des Herstellers oder auf der Erfahrung deiner Techniker*innen basieren. Eine systematische Checkliste hilft dir und deinem Team dabei, dass keine wichtigen Schritte übersehen werden.

Identifiziere die Ursachen von Ausfällen: Analysiere die Hauptgründe für Ausfälle deiner kritischen Anlagen. Durch die strukturierte Auswertung der Ausfallursachen und durch Troubleshooting kannst du ein gezieltes Instandhaltungsprogramm entwickeln, um diese Ausfälle zu verhindern.

Fachkenntnis: Stelle sicher, dass du und dein Team jede Anlage genau kennen. Wenn neue Maschinen hinzukommen, ist es wichtig, sich mit der Funktionsweise und der technischen Dokumentation vertraut zu machen. Nutze auch das Wissen von Bediener*innen und Techniker*innen, um Einblicke in den Betrieb und die erforderliche Wartung zu erhalten.

Kontinuierliche Verbesserung und Schulung: Integriere kontinuierliche Verbesserungsprozesse und Schulungen in dein Programm. Regelmäßiges Training ist wichtig, damit alle Mitarbeitenden wissen, wie sie ihre Ausrüstung effektiv nutzen und warten können.

Befolge den Wartungsplan des Herstellers: Halte dich an den vom Hersteller empfohlenen Wartungsplan, passe ihn aber gegebenenfalls an besondere Betriebsbedingungen wie die Art der Nutzung und Umgebungsbedingungen vor Ort an.

Dokumentation und Rückverfolgbarkeit: Dokumentiere sorgfältig alle Aktivitäten rund um deine Maschinen, Anlagen und Equipment – beispielsweise Wartungsarbeiten, Änderungen und besondere Feststellungen. Eine Dokumentation ist entscheidend für die Optimierung des Instandhaltungsprogramms und ermöglicht es dir, fundierte Entscheidungen über zukünftige Maßnahmen und Investitionen zu treffen.

Tipp: Mit dem remberg XRM erhältst du digitale Lebenslaufakten für jede Maschine, Anlage und Equipment, in der alle Aktivitäten zentral erfasst und gespeichert sind. 

Diese Tipps sollen helfen, ein effektives vorbeugendes Instandhaltungsprogramm einzurichten, das nicht nur die Zuverlässigkeit der Ausrüstung verbessert, sondern auch die Sicherheit am Arbeitsplatz erhöht und letztendlich zu Kosteneinsparungen beiträgt.

Checkliste: Vorbeugende Instandhaltung

Mit Checklisten legst du alle Aufgaben fest, die deine Techniker*innen bei der Überprüfung oder Reparatur von Maschinen, Anlagen und Equipment durchführen sollen. Wenn sie gut konzipiert sind, kannst du Ausfälle reduzieren und die Zuverlässigkeit erhöhen. Checklisten bestehen in der Regel aus folgenden Elementen

Zu prüfende Maschine, Anlage, Equipment:

Jede Checkliste sollte mit einer eindeutigen Bezeichnung des zu prüfenden Assets beginnen. Eine klare Kennzeichnung erleichtert die Organisation der Instandhaltungsprozesse und du behältst den Überblick über alle Anlagen und Geräte.

Benötigte Ausrüstung, Teile und Materialien:

Erstelle eine vollständige Liste der benötigten Werkzeuge und Ausrüstung, einschließlich persönlicher Schutzausrüstung (PSA), Schmierstoffen und Ersatzteilen. Dadurch wird sichergestellt, dass Techniker*innen vor Ort alles zur Hand haben und keine Zeit mit der Beschaffung fehlender Teile oder Werkzeuge verschwenden.

Zu erledigende Aufgaben:

Die Liste aller Aufgaben sollte detailliert und klar strukturiert sein. Sie kann entweder als Schritt-für-Schritt-Anleitung für Wartungstechniker*innen dienen oder als „bestanden/nicht bestanden“-Checkliste gestaltet sein. Im letzteren Fall überprüfen das Personal verschiedene Punkte, um festzustellen, ob die Anlage oder das Gerät den Anforderungen entspricht.

Anmerkungen:

Für jeden Punkt der Checkliste solltest du Platz für Anmerkungen vorsehen. Dies ermöglicht Rückmeldungen über den Zustand der Ausrüstung oder die Dokumentation besonderer Beobachtungen. Die geschätzte Zeit, die für jede Aufgabe benötigt wird, hilft auch Instandhaltungsplanern und Vorgesetzten bei der Aufgabenverteilung.

Häufigkeit:

Lege für jede Aufgabe die Häufigkeit der Durchführung fest. Dies kann separate Listen für wöchentliche, monatliche oder jährliche Aufgaben umfassen oder jedes Element erhält ein eigenes Zeitintervall.

Zusätzliche Details:

Je nach den spezifischen Anforderungen der Anlage und dem Zweck der Checkliste können zusätzliche Informationen wie Bilder der Ausrüstung, Datum und Uhrzeit der Durchführung, erforderliche Folgemaßnahmen und relevante Sicherheitshinweise hinzugefügt werden.

Durch die Berücksichtigung dieser Elemente in der Checkliste für die vorbeugende Instandhaltung wird eine solide Grundlage für die Verbesserung der Sicherheit, Effizienz und Zuverlässigkeit der Anlage geschaffen. Eine gut durchdachte und sorgfältig ausgeführte Checkliste ist ein wichtiges Instrument, um die Langlebigkeit und Leistungsfähigkeit der Anlage zu gewährleisten.

7 wichtige Punkte bei vorbeugender Instandhaltung

Hier sind sieben entscheidende Punkte, die du bei der vorbeugenden Instandhaltung unbedingt beachten solltest.

Eine gut durchdachte Planung ist entscheidend. Lege fest, was du erreichen willst und welche Unterlagen du für deine vorbeugende Instandhaltung benötigst. Wichtig ist auch, klare Kennzahlen für deine Maschinen und Anlagen zu definieren. Eine Instandhaltungssoftware kann dich bei der Planung und der Erfolgskontrolle maßgeblich unterstützen. 

Vermeide unklare Beschreibungen in Arbeitsanweisungen. Je detaillierter deine Arbeitsaufträge und Anweisungen sind, desto einfacher wird es für dein Team, die konkreten Maßnahmen umzusetzen.

Überprüfe regelmäßig, ob alle Instandhaltungsmaßnahmen rechtzeitig umgesetzt werden. Achte darauf, dass dein Team nicht überfordert wird und über die notwendigen Fähigkeiten verfügt. Sammle aktiv Feedback ein, um nachzuvollziehen, ob dein Zeitplan realistisch ist.

Setze dir realistische Ziele für deine Wartungsintervalle. Zu oft ist genauso schlecht wie zu selten – beides kann mehr Probleme als Vorteile bringen.

Priorisiere die Maschinen, Anlagen und Equipment, die für deine Abläufe am wichtigsten sind. Nicht jedes Asset benötigt dieselbe Instandhaltungsstrategie. 

Behalte den Überblick über alle Ersatzteile. Nichts ist für Techniker*innen ärgerlicher, als für eine Instandhaltungsmaßnahme eingeplant zu sein, nur um dann festzustellen, dass das benötigte Ersatzteil gar nicht vorhanden ist und nachbestellt werden muss.

Dokumentiere alle durchgeführten Wartungsarbeiten. Eine Instandhaltungssoftware eignet sich hervorragend, um alle Daten zu sammeln und darauf basierend detaillierte Analysen und Berichte zu erstellen.

Wenn du diese Tipps befolgst, schaffst du eine effiziente vorbeugende Instandhaltung, die nicht nur Ausfallzeiten reduziert, sondern auch die Lebensdauer deiner Anlagen verlängert und die Produktivität und Sicherheit am Arbeitsplatz erhöht.

Wusstest du schon? Mit unserer Software für Ersatzteilmanagement verknüpfst du alle Artikel und Verbrauchsmaterialien mit Wartungsplänen – diese werden für anstehende Wartungsarbeiten reserviert und sind somit rechtzeitig verfügbar!

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Teamakzeptanz für vorbeugende Instandhaltung gewinnen

Um ein erfolgreiches Programm zur vorbeugenden Instandhaltung in deinem Unternehmen zu etablieren, ist die Unterstützung und das Engagement deines Teams unerlässlich. Techniker*innen und Bediener*innen spielen eine zentrale Rolle in der täglichen Umsetzung, und ohne ihre Akzeptanz stehen die Chancen auf Erfolg schlecht.

Lass uns einige praxisnahe Methoden anschauen, mit denen du die Unterstützung deiner Mitarbeitenden gewinnst:

  • Zeige den persönlichen Nutzen auf: Es ist wichtig, deinen Mitarbeitern klar zu machen, was vorbeugende Instandhaltung für sie persönlich bedeutet. Überzeuge sie nicht nur mit Effizienz- und Kostenvorteilen, sondern auch indem du aufzeigst, wie:
    • Die Erreichung von Zielen in der vorbeugenden Instandhaltung mit persönlichen Prämien verbunden sein kann.
    • Neue Weiterbildungschancen durch moderne Technologien in der Instandhaltung entstehen.
    • Ihr Feedback zu Wartungsaufgaben und -prozessen ernst genommen und umgesetzt wird.
  • Nutze Daten zur Veranschaulichung: Um die Effektivität der vorbeugenden Wartung zu demonstrieren, verwende konkrete Daten wie:
    • Die durchschnittliche Zeit zwischen Ausfällen wichtiger Anlagen.
    • Die übliche Reparaturdauer bei Ausfällen dieser Anlagen.
    • Die ungeplante Ausfallzeit von Geräten.
    • Die Bearbeitungszeit für Aufträge zur vorbeugenden Wartung.
    • Eine Analyse, die aufzeigt, wie bestimmte präventive Maßnahmen teure Ausfälle verhindern können.

Zeige auf, wie viel Zeit und Ressourcen durch ungeplante Störfälle und Reparaturen verloren gehen im Vergleich zur Zeit, die für präventive Maßnahmen benötigt wird. Unterstreiche, dass geplante Wartungen langfristig die Verfügbarkeit der Anlagen verbessern können. In der Regel spart vorbeugende Instandhaltung im Vergleich zur reaktiven Instandhaltung 12% bis 18% der Kosten.

Tipp: Mit Dashboard & Analysen im remberg XRM siehst du alle wichtigen Instandhaltungsmetriken auf einen Blick.

Mit diesen Schritten und der aktiven Einbindung deiner Mitarbeitenden legst du den Grundstein für die erfolgreiche Implementierung deines Programms zur vorbeugenden Instandhaltung.

Kommunikation und Kollaboration

Für den Erfolg deiner vorbeugenden Instandhaltung ist es sehr wichtig, dass alle Abteilungen gut zusammenarbeiten und sich regelmäßig austauschen. Schließlich haben alle das gleiche Ziel: die Produktion am Laufen zu halten und die Rentabilität zu steigern. Und dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit zwischen den Instandhaltungsplanern und der Betriebsabteilung.

Direkte Kommunikation: Die Instandhaltungsplaner*innen sollten eng mit der Betriebsabteilung zusammenarbeiten. Regelmäßiger Austausch ist der Schlüssel, damit alle wissen, was läuft und die Maschinen immer einsatzbereit sind.

Gemeinsame Planung: Bei der Planung der Instandhaltungsarbeiten sollten Instandhaltung und Betrieb Hand in Hand arbeiten. So wird sichergestellt, dass die Arbeiten nicht nur schnell, sondern auch unter den besten Bedingungen durchgeführt werden.

Besprechungen sind Gold wert: Regelmäßige Meetings und Absprache zwischen den Abteilungen sind sehr wichtig. Hier liegt der Fokus: Probleme gemeinsam erkennen und lösen, statt sich gegenseitig die Schuld zuzuweisen.

Durch offene Kommunikation und guter Zusammenarbeit schaffst du eine Arbeitskultur, die hilft, die Ziele in Sachen Produktionseffizienz und Rentabilität zu erreichen.

Mit dem remberg XRM in 5 Schritten zur vorbeugenden Instandhaltung

Das remberg XRM ist eine intuitiv bedienbare und einfach zu implementierende Cloud-Software, mit der du deine Instandhaltung im Handumdrehen von reaktiv auf proaktiv umstellst.

  1. Wartungsplanung & Störungsmanagement: Das remberg XRM erleichtert die Erstellung und Verwaltung von Wartungsplänen für alle Anlagen. Mit wenigen Klicks planst du präzise Instandhaltungsmaßnahmen, die automatisch und wiederkehrend generiert werden – deine Teams werden außerdem über alle anstehenden Aufgaben automatisch informiert.
  1. Digitale Arbeitsanweisungen, Berichte & Checklisten: Deine Teams erhalten detaillierte digitale Aufträge für jede Aufgabe. Anlagenhistorie, Handbücher und Spezifikationen sind zentral im System hinterlegt. Digitale Formulare und Checklisten helfen dir und deinem Team, jeden Schritt genau zu dokumentieren und unterstützen eine fehlerfreie Aufgabenerfüllung. Außerdem gibt dir der KI Copilot einen Effizienzboost von über 35%: So erstellt Generative KI aus einfachen Stichpunkten und Notizen aussagekräftige Wartungsdokumentationen.
  1. Ersatzteilmanagement: Mit dem remberg XRM als Software für Ersatzteilmanagement werden aufgeschobene oder nicht durchgeführte Aufgaben aufgrund fehlender Ersatzteile vermieden. Mit der Software stellst du sicher, dass benötigte Teile für jede Aufgabe verfügbar sind und erleichtert den Zugriff durch übersichtliche Stammdaten, damit deine Teams effizient arbeiten können.
  1. Transparenz und Zusammenarbeit: Das System verbindet alle Wartungsprozesse digital und fördert die Zusammenarbeit im Team. Klare Aufgaben & To-Do-Listen sowie eine zentrale Dokumentation ermöglichen einen ständigen Überblick und verbessern die Teamdynamik.
  1. Dashboard & Analysen: Einblicke in wichtige Kennzahlen helfen dir dabei, Wartungsintervalle zu optimieren und Ausfallzeiten zu minimieren. remberg XRM ist der Ausgangspunkt für fortschrittliche Strategien wie Predictive Maintenance und unterstützt bei der Digitalisierung und kontinuierlichen Verbesserung der Instandhaltungsprozesse.

Praxisbeispiel Knuspr: Automatisierung und vorbeugende Instandhaltung

In unserer Kundenreferenz mit Knuspr erfährst du, wie der führende Online-Lebensmittelhandel eine vorbeugende Instandhaltungsstrategie eingeführt hat und die Ausfallzeiten ihrer AutoStore-Anlagen erheblich reduziert.

Vorbeugende Instandhaltung für langfristigen Erfolg

Ein gut durchdachtes Programm zur vorbeugenden Instandhaltung bringt eine ganze Reihe an Vorteilen: Weniger Ausfälle, kürzere Stillstandzeiten, eine gesteigerte Betriebseffizienz und eine längere Lebensdauer deiner Anlagen. Aber um all diese Vorteile richtig zu nutzen, musst du genau wissen, wann und bei welchen Anlagen und Maschinen eine vorbeugende Instandhaltung sich am ehesten eignet. Ein besonderes Augenmerk solltest du auf kritische Anlagen werfen, die für den Produktionsbetrieb wichtig sind.

Indem du mögliche Schwachstellen bei diesen Anlagen im Blick behältst, kannst du dein Instandhaltungsprogramm so aufbauen, dass es direkt zur Zuverlässigkeit deines Betriebs beiträgt. Dabei sind die richtigen Werkzeuge, klare Verfahren, ein kompetentes Team und Ersatzteilverfügbarkeit entscheidend, um das Programm effektiv umzusetzen. Wenn du alle Aufgaben, Arbeitsanweisungen und Checklisten im Auge behältst und die Historie deiner Anlagen in einer digitalen Lebenslaufakte dokumentierst, baust du dir eine wertvolle Datengrundlage auf. Diese Daten helfen dir und deiner Geschäftsführung, die Leistung aller Anlagen genau zu analysieren und kluge Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Ein Programm zur vorbeugenden Instandhaltung ist also viel mehr als nur ein Werkzeug zur Instandhaltung – es ist ein strategisches Element, um deinen Betrieb langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig zu halten.

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